Wasserfilter selber bauen. Im Handumdrehen!

Island. Das Land, in dem Wasser bedenkenlos und unmittelbar aus natürlichen Bächen und Wasserfällen getrunken werden kann! Das gibt’s sonst fast nirgendwo auf der Welt. Deshalb ist es umso wichtiger zu wissen, wie es möglich ist, Wasser aus Flüssen und Bächen zu filtern und zu trinkbarem Wasser aufzubereiten – sei es beispielsweise bei einem selbst gewählten Überlebenstraining inmitten der Natur oder in einem Notfall. Finni Fit hat bei diesem Thema Pause und lässt August Aufgeweckt übernehmen: Wasserfilter selber bauen – im Handumdrehen!

Wasserfilter selber bauen – die Utensilien

Um selbst einen Wasserfilter zu bauen, benötigt ihr nichts weiter als die folgenden Utensilien:

  • Leere Plastikflasche mit Deckel
  • Stoffreste und / oder Watte
  • Aktivkohle – alternativ: Pflanz- oder Holzkohle
  • Sand
  • Kies
  • Kieselsteine

Ein Messer oder eine Schere wäre darüber hinaus nicht schlecht…

In Anbetracht der gegebenen Utensilien, müsst ihr zur Herstellung eines Wasserfilters im Notfall wahrscheinlich nicht einmal etwas kaufen, sondern ausschließlich in eurem näheren Umfeld sammeln und eine alte Klamotte zerschneiden. Schließlich sind leere, weggeworfene Plastikflaschen mittlerweile leider fester Bestandteil unseres Stadtbilds und Landidylls geworden. Dennoch ist es aus Sicht von August Aufgeweckt empfehlenswert, gekaufte Aktivkohle statt – im Zweifel – selbst hergestellter Holzkohle aus einem Lagerfeuer für den Wasserfilter zu nutzen… Warum das so ist? Dazu kommt er noch!

Wasserfilter selber bauen

Wasserfilter selber bauen – das Vorgehen

Sofern ihr bereits sämtliche Utensilien zusammengesammelt habt, vielleicht mit der Hilfe eures Nachbarn, der freundlicherweise etwas Kies aus seinem Steingarten zur Verfügung stellt, klappt das mit dem Bauen des Wasserfilters ziemlich flott:

  1. Schneidet von einer leeren Wasserflasche den Boden ab, stecht ein kleines Loch in die Mitte des Schraubverschlusses und stellt die so präparierte Flasche mit dem Deckel nach unten am besten in ein Glas oder kleines Behältnis zur Stabilisation.
  1. Stopft ein paar Stoffreste von innen in den Flaschenhals und legt ruhig auch noch einen weiteren Stofffetzten großflächig darüber. Natürlich könnt ihr hier statt der Stoffreste auch Watte nutzen. Je nachdem, was ihr gerade zur Hand habt.
  1. Gebt nun die einzelnen Filterbestandteile nacheinander als einzelne Schichten in die Flasche. Startet dabei mit der granulierten oder – noch besser – pulverisierten Aktivkohle, gefolgt von Sand, Kies und Kieselsteinen.

Um sicherzustellen, dass sich die einzelnen Schichten eures Filtermaterials nicht vermischen, könnt ihr nach jeder einzelnen Schicht noch einmal einen Stofffetzen oder Watte einbringen.

August Aufgeweckt empfindet dies als besonders sinnvoll zwischen der Aktivkohle und der Sandschicht, damit die Aktivkohle ihrem Zweck ungestört und isoliert nachkommen kann: Während Kieselsteine, Kies und Sand vor allem dazu dienen, unterschiedlich große Schwebstoffe aus dem Wasser zu filtern, ist es Aufgabe der Aktivkohle, zusätzlich unerwünschte Schadstoffe zu adsorbieren, darunter Chlor und Bakterien. So wird Aktivkohle beispielsweise auch in der Medizin als Medikament eingesetzt – als Sofortmaßnahme bei oralen Vergiftungen.

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Möchtet ihr für einen etwaigen Notfall gewappnet sein? Vielleicht wäre dann ja auch Voll- oder, Magermilchpulver etwas für euch…

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Wasserfilter selber bauen – die Wasserqualität

Natürlich ist August Aufgeweckt losmarschiert, hat Wasser aus einem Fluss in der Nähe geholt und dieses durch den selbstgebauten Wasserfilter laufen lassen, wobei ca. 1 Tropfen pro Sekunde aus der Filterflasche ins Glas tropfte. Im Ergebnis fiel ihm unmittelbar auf: Das gefilterte Wasser ist schon rein optisch bedeutend klarer.

Wasserfilter selber bauen
Gefiltertes und ungefiltertes Flusswasser

Doch der rein optische Vergleich reichte August Aufgeweckt nicht aus. Stattdessen entschied er sich, noch einen Test durchzuführen und Wasser unterschiedlicher Herkunft mit einem TDS-Messgerät zu messen. Dabei gibt der TDS-Wert an, welchen Anteil Fest- bzw. Schwebstoffe am Wasser haben. Der Test führte zu folgendem Ergebnis:

Wasserfilter selber bauen
Wasserfilter selber bauen

Das Ergebnis zeigt, dass das Flusswasser mit dem Filter ‚Marke Eigenbau‘ sogar eine bessere Qualität hat – was den Anteil an Fest- bzw. Schwebstoffen anbelangt – als pures Leitungswasser und das Leitungswasser, das mit einem herkömmlichen, gekauften Filter gefiltert wurde.

Allerdings sagt der reine TDS-Wert noch nichts darüber aus, ob das Wasser beispielsweise auch frei von Arzneimittelrückständen, Pestiziden, Motoröl, Viren und Bakterien ist. Entsprechend ist es also erforderlich, sich im Notfall auf die schadstofffilternde Wirkung zu verlassen, die der Aktivkohle zugeschrieben wird.

Vor diesem Hintergrund ist es sicherlich ratsam, das Wasser vor dem Trinken noch einmal abzukochen. Darüber hinaus ist es natürlich auch möglich, das gefilterte Flusswasser zusätzlich und zur eigenen Sicherheit mit CDL zu versetzen, das ganz offiziell zur Trinkwasserdesinfektion in Deutschland zugelassen ist. Einen Beitrag, wie CDL angerührt wird, wenn ihr es nicht schon gebrauchsfertig gemischt kaufen möchtet, hat Finni Fit bereits erstellt: CDL selbst herstellen. Chlordioxid-Lösung einfach und sicher!

Eine hundertprozentige Trinkwasserqualität kann jedoch nur mittels aufwändiger Tests garantiert werden, die in einer Notsituation oder bei einem Überlebenstraining wahrscheinlich eher nicht zur Verfügung stehen…

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Sofern ihr überlegt, euch gebrauchsfertiges CDL zur Trinkwasserdesinfektion zuzulegen… Das gibt’s beispielsweise bei WALDKRAFT. Schaut doch mal vorbei!

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Unterschied Aktiv-, Holz- und Pflanzkohle – auch mit Blick auf die Wasserqualität

Alle drei Kohlearten sollen dazu geeignet sein, Wasserfilter zu bauen. Im Unterschied zur Pflanz- und Holzkohle, hat die Aktivkohle aufgrund ihres Herstellungsverfahrens jedoch eine bedeutend größere, innere Oberfläche und ist damit auch besser dazu in der Lage, Schadstoffe zu filtern.

Gleichzeitig bedeutet dies natürlich, dass Aktivkohle mehr Wasser filtern kann, bevor sie ihre Wirkung verliert und die zunächst aufgenommenen Giftstoffe dann in das Wasser abgibt, das gerade durch den Filter läuft. Entsprechend sollte die Aktivkohle – bei länger anhaltenden Notfällen – immer wieder ausgetauscht werden. Selbiges gilt für den Fall, dass der Filter nur selten oder mit sehr geringen Wassermengen genutzt wird: Es können sich bei zu geringem Wasserdurchlauf Keime im Filter bilden. Bestenfalls wascht ihr also beim Austausch der Aktivkohle auch die übrigen Bestandteile des Filters einmal mit heißem Wasser durch.

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Finni und August

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Zuletzt aktualisiert am 3. Januar 2024 von Finni Fit

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